Umwälzpumpe austauschen

Um warmes Wasser ständig überall im Haus zu haben, benötigt man eine Umwälzpumpe. Diese sorgt dafür dass der Kreislauf des Warmwassers zwischen Heizung und Heizkörper aufrechterhalten wird. Beim Ausfall einer Umwälzpumpe ist der Warmwasserkreislauf gestört, warmes Wasser wird nicht mehr zur Armatur (Küche & Bad) transportiert. Auch der typische Heizkörper bleibt dann kalt. Prinzipiell gibt es bei der Überprüfung der Umwälzpumpe einiges zu beachten, denn der Teufel steckt bekanntlich im Detail.
 
Zuerst überprüfen wir die Funktion der Pumpe mit einfachen Mitteln. Halten Sie eine Hand an das Zuleitungsrohr der Umwälzpumpe und die andere darüber. Stellen Sie nun fest dass eine der Seiten warm bzw. heiß ist und die andere kalt hat sich mit hoher Wahrscheinlichkeit der Anker verklemmt.
 
 
Auf der Stirnseite der Umwälzpumpe befindet sich eine Schraube, darum ist ein Pfeil gezeichnet. Bevor Sie diese drehen ist es wichtig die Absperrventile vor- und hinter der Umwälzpumpe zu schließen. Danach können Sie die Verschluss-Schraube bzw. den Anker durch festen drehen der Schraube drehen.
 
 
Durch das leichte herausdrehen der Schraube entsteht im inneren der Pumpe ein kleines Loch. Über dieses fliest nun ein wenig Wasser ab. Mit einigen Drehungen müsste sich die Umwälzpumpe sich von selbst reinigen und wieder selbst drehen können. Bitte beachten Sie dass zum Test wieder Strom-Spannung benötigt wird. Nach erfolgreichem Reparieren der Umwälzpumpe die Verschluss-Schraube wieder anschrauben und Absperrventile wieder öffnen.
 
 
Sollte nach diesem Versuch die Umwälzpumpe noch immer nicht funktionieren, ist es nötig die Stromzuleitung zu kontrollieren. Dabei wird mit einem Stromprüfer-Schraubenzieher der Plus-Pol kontrolliert. Dazu fixiert man die Spitze des Schraubenziehers am Plus-Pol der Zuleitung. Hier müsste am Schraubenzieher ein Licht brennen, brennt kein Licht ist auf dem Kabel kein Strom. Der Fehler würde hierbei an der Stromleitung bzw. Steuerung der Stromleitung liegen.
 
 
Wenn Strom anliegt aber die Umwälzpumpe sich nicht dreht muss diese ausgetauscht werden. Der Hauptschalter sollte zu Ihrer Sicherheit ausgeschaltet sein, prüfen Sie dies nach Abschaltung mit dem o.g. Stromprüfer-Schraubenzieher. Auf jeden Fall sollte man sich die Positionen der einzelnen Strom-Pole notieren. Danach wird das Abmontieren weiter vorbereitet: Es werden die Absperrventile vor- und hinter der Umwälzpumpe geschlossen. Sollten Sie keine Absperrventile zu sehen sein, müssen Sie dass Wasser der Heizungsanlage abgelassen werden. Kalkulieren Sie hier bitte ein wenig mehr Zeit ein.
 
 
Bei wenigen Umwälzpumpen gibt es die Möglichkeit den Motorblock zu tauschen. Im Normalfalle wird aber die komplette Umwälzpumpe getauscht. Dazu benötigen Sie zwei große Wasserpumpenzangen. Verzichten Sie auf keinen Fall auf neue Dichtungen. Diese müssen unbedingt ausgetauscht werden. Die Verschraubungen zieht man behaglich und dennoch sehr fest an. Man muss Rücksicht auf die Dichtungen nehmen, diese dürfen sich nicht verkeilen. Sonst könnte eines Tages an den geschädigten Stellen Wasser austreten. Bei der Installation der neuen Umwälzpumpe wird wahrscheinlich Luft mit in die Leitungen eindringen. Dann wäre eine Entlüftung der Heizkörper nötig. Sollte die Pumpe nicht direkt starten muss die Verschluss-Schraube gelockert werden und mit einem Schraubenzieher gedreht werden. Es ist des Weiteren wichtig sich an dem Manometer zu orientieren ob Wasser in den Heizkreislauf eingefüllt werden muss.

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